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Arthritis

Die Arthritis ist eine infektiöse Entzündung eines Gelenks. Die Arthritis beginnt immer akut und primär in der Synovialis (Gelenkinnenhaut) mit den typischen Entzündungszeichen (Rötung, Schwellung, Schmerz, Funktionseinschränkung, Hitze). Der Hund lahmt - desto mehr der Hund belastet wird, desto mehr verstärkt sich auch das Lahmheitsbild. Bei einer Arthritis degeneriert der Gelenkknorpel und löst sich auf. Es folgen i.d.R. Schäden im Gelenkknorpel, die zur Osteochondtritis dissecans (OCD) führen können.

Die Zerstörung des Gelenks kann auch nach Abheilen der aktuten Entzündung fortschreiten, ein Grund dafür ist, dass sich durch die Entzündung die Belastung des Gelenks verändert. Dadurch kann es zu einer chronischen Synovitis (Entzündung der Synovia, also der Gelenksflüssigkeit) kommen. Eine Arthritis kann auch zu einer späteren Arthrose des Gelenks führen.

Ursachen der Arthritis:

  • Trauma (Verletzung, Unfall)
  • Überbelastung
  • Infektion (z.B. Borreliose - Zeckeninfektion)
  • Durch eine offene Verletzung im Gelenkbereich können eintretenden Keime eine infektiöse Entzündung verursachen
  • Intraartikuläre Injektionen (Spritzen in das Gelenk hinein, die nicht ganz steril waren) wenn ein infektiöser Prozeß aus den periartikulären Weichteilen auf das Gelenk übergreift

Therapiemöglichkeiten:

Der Tierarzt verabreicht entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente. Der Hund sollte sich schonen und das Gelenk sollte ruhig gestellt werden. Eine Kryotherapie (Kältetherapie) oder eine Behandlung mit einem Quarkwickel unterstützt den Heilungsprozeß. In schwerwiegenden Fällen wird der Tierarzt zu einer Gelenkspülung oder Gelenkpunktion raten.