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Blutegel-Therapie

 

BlutegelMan nennt die Blutegel-Therapie auch Mikro-Aderlass. Sie gehört zu den ältesten Therapieformen und gewinnt seit geraumer Zeit wieder stark an Beliebtheit.

Einsatzgebiete in der Tierphysiotherapie findet die Behandlung mit Blutegeln bei folgenden Indikationen:

Arthrose (Cox- und Gonarthrose), Patellaluxation, traumatisch bedingte Arthritis, Sehnenentzündung, OCD. Man kann den Blutegel aber auch an spezielle Akupunkturpunke ansetzen.

Der Blutegel saugt ca. 20-50 ml Blut. Durch die Wunde fließt etwa die gleiche Menge Blut beim Nachbluten ab. Infolge seiner ziehharmonikaartig gefalteten Haut ist der Egel in der Lage, das 6-10-fache seines Körpervolumens aufzunehmen. Nachdem er gebissen hat, sondert er seinen Speichel in die Wunde. In diesem Speichel befinden sich mehrere Wirkstoffe, wie: Saliva (d.i. Blutegelspeichel), Hirudin (das bewirkt eine schnelle Gerinnungshemmung des Blutes, indem es das für die Gerinnung nötige Thrombin inaktiviert), Calin (das sorgt für eine ca. 12-stündige Hemmwirkung auf den Verschluss der Wunde, ist daher für das lange Nachbluten verantwortlich (was auch unbedingt erwünscht ist) u.a.

Hat der Egel gebissen, beginnt er mit wellenartigen Bewegungen zu saugen. Nach Beendigung des Saugvorgangs lässt sich der Egel einfach fallen. Nachdem der Egel abgefallen ist, kommt es zum Nachbluten der Wunde. Dies kann bis zu 48 Stunden dauern und ist therapeutisch sinnvoll und gewünscht.

Der Egel erscheint vielen Menschen als ekelig, doch sind es sensible Tiere, die auf Unruhe und Gerüche schnell reagieren. Sie besitzen eine sehr schöne Rückenzeichnung und leben in sauberen und kalkarmen Gewässern. Sie benötigen nur alle 1-2 Jahre eine Mahlzeit und können bis zu 30 Jahre alt werden. Weitere Informationen zum Thema Blutegel finden Sie unter anderem hier: www.blutegel.de

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