Fachbegriffe - Ihr Lexikon zum Nachschlagen



Kontraktur (M. gracilis)

Kontraktur umschreibt die reflektorische dauerhafte Verkürzung von Gewebe (z.B. Muskulatur, Gelenkkapsel). Eine Muskelkontraktur beschreibt die unwillkürliche Dauerverkürzung eines Muskels. Diese kann reversibel, irreversibel, aktiv oder passiv sein. Ursachen einer Kontraktur sind: Paresen, Trauma, Fehlhaltung, Ruhigstellung, Ischämie.

Bei einer Kontraktur des Musculus gracilis ist der M. gracilis permanent kontrahiert und dadurch ist das Bindegewebe verhärtet. Zum Verständnis: Muskeln, also Muskelbündel, Muskelfasern und Zellen sind von Faszien (Bindegewebe) umgeben. Faszien bestehen aus sog. Kollagenfasern. Diese besitzen zwischen den Fasern eine gelartige Substanz, diese heisst "Grundsubstanz". Grundsubstanz dient dazu, kräfigen Einwirkungen von aussen entgegenzuwirken (Trauma, Stöße etc.) und diese im besten Fall aufzunehmen und im Körper zu verteilen. Dadurch können gravierende Verletzungen vermieden oder verhindert werden. Bei Einwirkungen verhärtet sich das Gel und der Muskel kann sich nicht mehr richtig bewegen, dies führt zu einer reduzierten Durchblutung, Sauerstoffversorgung und Innervation führt.