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Muskelruptur

Ein Muskelfaserriss bzw. eine Muskelruptur ist eine meist sichtbare Unterbrechung der Muskelstruktur (teilweise als "Delle" sichtbar und palpierbar). Ursache sind Maximalbelastungen in nicht ausreichend erwärmter Muskulatur, sowie unverhältnismäßig starke Überdehnung.

Vor allem im Hundesport (z.B. Rennhunde) treten recht häufig Verletzungen im Bereich der Hunde-Muskulatur auf. Die häufigsten Verletzungsformen im Bereich der Muskulatur sind die Muskelzerrungen, die Muskelfaserrisse und der Muskelriss, in individuell unterschiedlichem Ausmaß und abhängig vom Trainingszustand des Hundes.

Muskelzerrung: Man spricht von einer Muskelzerrung, wenn der Muskel über sein physiologisches Maß hinweg gedehnt wird. Die anatomische Struktur des Muskels verändert sich bei einer Zerrung nicht. Erst wenn über diese Muskelzerrung hinweg die Kraft, bzw. die Belastung des Muskels weiterhin überschritten wird, treten Verletzungen wie Muskelfaserrisse oder gar Muskelrisse ein.

Muskelfaserriss: Im Falle eines Muskelfaserrisses reißen die sehr kleinen Muskelfasern ein.

Muskelriss: Bei einem Muskelriss wird der Muskel als solches vollständig durchtrennt. Da der Muskel als solches recht widerstandsfähig ist, treten Muskelrisse nur dann auf, wenn der Muskel unter maximaler Beanspruchung steht.

Die Muskelzerrung, der Muskelfaserriss und der Muskelriss stellen also ein und dieselbe Muskelverletzung dar, die sich nur in der Schwere der Verletzung unterscheidet.

Therapeutisch werden Verletzungsformen im Bereich der Muskulatur in der Physiotherapie mit Elektrotherapie behandelt. Hierbei nutzt man die Galvanisation (konstanter Gleichstrom, steigert die Reaktions- und Funktionsfähigkeit motorischer Nerven), die Iontophorese, Interferenzstrom als Schmerzbehandlung (Mittelstrom, 1000 Hz – 1000 kHz) und die Ultraschalltherapie (über 1000 kHz). Bei der Ultraschalltherapie kommt es durch die Schallwellen zu einem Druckwechsel im Gewebe, wodurch eine mechanische Vibrationswirkung ausgelöst wird. Ein Teil der Schallenergie wird zusätzlich in Wärme umgewandelt, wodurch eine thermische Wirkung entsteht. Durch die Wirkung des Ultraschalls und dessen Reflektion am Knochen entsteht im Weichteilgewebe eine so genannte „Mikromassage“. Diese Therapieform ermöglicht ein Eindringen der Schallwellen bis in eine Tiefe von etwa 8 cm, löst Verklebungen auf und ermöglicht ein Auflockern der Muskulatur und regt somit in besonderer Weise die Regeneration an.