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Sensibilität

Man versteht unter dem Begriff Sensibilität die Fähigkeit zur Wahrnehmung verschiedener Reize durch sog. Sensoren über afferente, periphere und zentrale Nervenbahnen zum Zentralnervensystem (ZNS). Dabei unterscheidet man die folgenden Qualitäten:

  • epikritische Sensibilität (Berührungswahrnehmung, Oberflächensensibilität)
  • protopathische Sensibilität (Temperatur- und Schmerzwahrnehmung, Oberflächensensibilität)
  • propriozeptive Sensibilität (Tiefensensibilität)

Die Oberflächensensibilität ist das wichtigste Wahrnehmungsorgan. Die Oberflächensensibilität (taktile Wahrnehmung) beschreibt die Wahrnehmung von Berührungszeizen über in der Haut liegende Rezeptoren und ist das Sinnessystem, das zuerst ausgebildet ist im Mutterleib. Die Berührungsempfindlichkeit entwickelt sich vom Kopf ab nach caudal zu den Extremitäten.

Die Propriozeption (Tiefensensibilität) hilft uns, die Lage, Haltung und Bewegungen des Körpers im Raum zu empfinden. Diese propriozeptiven Informationen werden von verschiedenen Rezeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken weitergeleitet.